Forschungsprojekt SANBA – Probebohrung gestartet

Sanba Probebohrung
Foto: Klima- und Energiereferat der Stadtgemeinde Baden

Das NEFI Forschungsprojekt SANBA, mit Fokus auf Niedertemperaturnetzen, auch Anergiesysteme genannt, ist eines der größten Forschungsprojekte, die bisher im Stadtgebiet Baden durchgeführt wurden.

Personen auf Bild: Gerhard Bartak (NÖM) , Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Bürgermeister Stefan Szirucsek, Projektleiterin Edith Haslinger und Koordinator in Baden, Gerfried Koch, bei der Forschungsbohrung.

Am 21. Jänner hat das Forschungsteam mit einer Probebohrung am NÖM-Areal begonnen. Geprüft werden die Eigenschaften des Untergrundes in Hinblick auf die Eignung als Wärme- und Kältespeicher. Als Basis der Energie- und Sanierungs-Berechnungen wurden von den ForscherInnen drei konkrete Szenarien der Arealentwicklung definiert. Diese reichen von der exklusiven Nutzung der denkmalgeschützten, sanierten Bestandsgebäude ohne neue Gebäude, bis hin zu einer verdichteten Bebauung mit Mischnutzung. Ergänzend zur technischen Analyse und Planung erfolgt weiters eine betriebswirtschaftliche Analyse, bei der die spezifischen Kosten der unterschiedlichen Energiedienstleistungen für diese drei Entwicklungsszenarien ermittelt und vergleichend gegenübergestellt werden.

Anergienetze, also wasserbasierte Wärme- bzw. Kältenetze, welche den Energietransport annähernd auf Umgebungstemperatur bewerkstelligen, werden in den letzten Jahren immer öfter als zukunftsfähige Systeme für eine nachhaltige Bereitstellung von Wärme- und Kältedienstleistungen diskutiert und demonstriert. Die Vorteile von Anergienetzen sind dabei vielfältig und reichen vom äußerst verlustarmen Energietransport in entsprechenden Netzen, der Möglichkeit der Nutzung von industrieller Abwärme auf geringem Temperaturniveau oder der Möglichkeit der Wärme- und Kältespeicherung in großvolumigen Erdsondenspeichern. Im NEFI Projekt SANBA werden konkrete Niedertemperaturnetze anhand des Martinek-Areals und der Niederösterreichischen Molkerei (NÖM AG) untersucht. Das Martinek-Areal weist eine Gesamtfläche von ca. 40 ha auf und kann als attraktives Stadterweiterungsgebiet gesehen werden.

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