© AIT/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger
200 Expert:innen, aus 14 Länder diskutierten in Wien über Innovationen und Rahmenbedingungen für eine klimaneutrale, wettbewerbsfähige Industrie.
Wie wird die industrielle Transformation zum Wettbewerbsvorteil? Unter dem Motto „Future Industry – Innovating for Competitiveness“ brachte die vierte NEFI-Konferenz am 22. und 23. Oktober rund 200 Vertreter:innen aus Industrie, Forschung und Politik aus 14 Ländern im MuseumsQuartier Wien zusammen. In 13 thematischen Sessions mit rund 80 wissenschaftlichen Beiträgen stand die Umsetzung im Mittelpunkt: Technologien skalieren, Rahmenbedingungen stärken, Investitionen ermöglichen.
„Die industrielle Transformation ist kein Selbstzweck – sie ist Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit einer Wirtschaft im Wandel hin zur Klimaneutralität“, sagte Bernhard Gahleitner, NEFI-Verbundkoordinator am AIT. „Mit dem präsentierten NEFI Impact Report machen wir transparent, welchen Beitrag unsere 55 Projekte für Klima, Wirtschaft und Resilienz leisten – und wo die nächsten Hebel liegen.“
Zentrales Fazit: Österreichische Unternehmen können durch eine klimafitte Industrie internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen – wenn stabile politische Rahmen, gezielte F&E-Förderung sowie Demonstrations- und Investitionsprojekte die Brücke in die Praxis schließen. Förderinstrumente wurden als entscheidender Umsetzungshebel hervorgehoben.
Bereits am Vorabend zeigte NEFI, wie Digitalisierung die Umsetzung beschleunigt: Das NEFI Virtual Industry Lab (VIL) wurde als XR-Showroom und Tool-Hub eröffnet. Die vom AIT entwickelten immersiven Erlebnisse und digitalen Werkzeuge unterstützen Unternehmen bei der Planung nachhaltiger Energie- und Ressourcensysteme. Anwendungsbeispiele aus Ziegel-, Pharma- und Papierindustrie verdeutlichten, wie Visualisierung und Optimierung Investitionssicherheit schaffen.
Wegen der hohen Qualität der Einreichungen wurden zwei erste Plätze und ein dritter Platz vergeben:
Die Auszeichnungen werden von INNIO, Kelag-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft und OMV unterstützt.
„Innovation entscheidet über die industrielle Wettbewerbsfähigkeit von morgen“, betonte Thomas Kienberger. In 13 Sessions wurden dazu die zentralen Pfade diskutiert: Elektrifizierung und Effizienz, Flexibilisierung, erneuerbare Gase, CCU/S, Kreislaufwirtschaft und industrielle Symbiose – mit klarem Fokus auf Skalierung in realen Betrieben.
Weitere Informationen und Rückfragen: www.nefi.at