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Heat Highway

Foto © getty/119744231

Die Nutzung von industrieller Abwärme ist für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von wesentlicher Bedeutung. Während das Stromübertragungsnetz viele Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchseinheiten miteinander verbindet, sind die derzeitigen Optionen für die Abwärmeeinspeisung und den interregionalen Austausch begrenzt.

Heat Highway untersucht daher interregionale Wärmeübertragungsnetze (HTN), die vier Bereiche verbindet: industrielle Abwärme- und andere nachhaltige Quellen, Fernwärmenetze, industrielle Prozesswärmesenken und Speicher. Diese HTN verbinden Verbrauchszentren und Industriestandorte und durchqueren dabei Gebiete mit weiteren Wärmequellen und -senken. Das Projekt reduziert Risiken durch die Einbeziehung vieler Angebots- und Nachfrageknoten sowie die Schaffung innovativer Geschäftsmodelle. Das Konzept wird in Bezug auf Anzahl der Akteure, Interregionalität und Vernetzung weit über den Stand der Technik hinausgehen.

„Fernwärme-Übertragungsnetze sind neben den großen Strom- und Gasnetzen die „dritte Dimension“, die in einem nachhaltigen, hocheffizienten, exergieorientierten Energiesystem fehlt.“

Simon Moser
Projektleiter Heat Highway,
Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz

Heat Highway erarbeitet zwei 100 km lange HTN in Oberösterreich und der Steiermark und treibt drei Abschnitte zur praktischen Umsetzung voran: Es bereitet KPC-Investitionsförderungsanträge für die oberösterreichischen HTN-Abschnitte „Zentralraum“ und „Linz“ vor und initialisiert die nächsten Schritte und Stakeholder-Teilnahme in der Steiermark. Heat Highway zielt darauf ab, eine interdisziplinäre Toolbox für die HTN-Implementierung zu entwickeln, die mittelfristige Nutzung von Abwärme aus innovativen Prozessen zu antizipieren und ein kostengünstiges Rohrsystem zu entwickeln. Ein Highlight des Projekts wird der „Lean-Pipe-Prototyp“ sein, der die technische Beherrschbarkeit eines Systems mit mehreren Spieler eines auf 3D-Simulationen basierenden „virtuellen HTN-Demonstrators“ zeigen wird. Die Untersuchungen in vier „Follower-Regionen“ gewährleisten die Reproduzierbarkeit.

Meilensteine

  1. Best practice interviews and review concluded
  2. Legal status quo analysis conducted
  3. Characteristic model cases defined
  4. Competing solutions assessed
  5. Further potentials assessed – generic and for WP4-7
  6. Flow calculation tool set up
  7. Control algorithm tool set up
  8. Organization tool (network codes guideline) set up
  9. Business plans tool set up
  10. Lean pipeline prototype completed
  11. Linz KPC funding request ready to be submitted
  12. HTN Zentralraum KPC funding request ready to be submitted
  13. Styria stakeholder action plan and workshop
  14. Tyrol eastern “Inntal” heat sinks and sources
  15. “Innviertel” heat sinks and sources
  16. „St. Pölten” & “Vienna South” – stakeholder involvement
  17. Virtual demonstration for stakeholder promotion events

Das Projekt Heat Highway trägt zu den NEFI-Innovationsfeldern „Industry to Grid“, „System Solutions & Infrastructure“ und „New Business Models“ bei.

News

Heat Highway – Wärmeübertragungsnetze in Oberösterreich und in der Steiermark

Mitte März startete offiziell mit einem Kick-Off das Projekt Heat Highway. Unter der Konsortialführung des Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz arbeiten 17 Partner aus Industrie und Forschung an der Transformation des österreichischen Energiesystems.

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NEFI Power-Frauen für die Dekarbonisierung der Industrie

Trotz vielfacher Förderung und Thematisierung des Themas, ist der Anteil von Frauen in technischen Berufen nach wie vor gering. Der NEFI-Innovationsverbund holt daher am internationalen Frauentag erfolgreiche Technikerinnen vor den Vorhang, die NEFI-Projekte leiten und/oder mit ihrem Know-how und Engagement die Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben.

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