© Heinzel Pöls
Der steigende Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an Flexibilität, um Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt das industrielle DSM-Potenzial weitgehend ungenutzt, u. a. wegen mangelnder Datendurchgängigkeit, unsicherer Preisprognosen und fehlender, praxisnaher Optimierungswerkzeuge für komplexe Produktionsanlagen. INDUFLEX setzt genau hier an und knüpft an Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt DSM_OPT an.
„Mit INDUFLEX heben wir DSM-Potentiale aus der Theorie in die Umsetzung: Wir verbinden hochauflösende Daten, robuste Modelle und Marktinformationen zu einem Werkzeug, das die Industrie dabei unterstützen soll, resiliente Systeme zu etablieren. Vorteile sind dabei eine vertiefte Prozesskenntnis, Hebung von Einsparungspotentialen und stärkere Interaktion mit den Netzen.“
Um industrielle Flexibilität zu heben, ist im Projekt INDUFLEX die Entwicklung und Demonstration der INDUFLEX-Toolbox, einer modularen, skalierbaren Toolbox für die Erkennung und Umsetzung von DSM-Potentialen an konkreten industriellen Standorten das primäre Ziel. Aufbauend auf Erkenntnissen des Vorgängerprojektes DSM_OPT wird INDUFLEX bestehende Methoden verfeinern, Forschungslücken schließen und neue DSM-Strategien in der Industrie umsetzen bzw. validieren. Die Toolbox stellt ein modular aufgebautes Decision Support System dar, das über standortspezifisch anzuwendende Module, verschiedene DSM-Anwendungen taylormade integriert und so Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung fördert. Wichtige Ziele des Projekts sind die Entwicklung von Schnittstellen für die Interaktion zwischen den Modulen, die Schaffung anpassungsfähiger DSM-Lösungen und somit ganz allgemein, die Förderung der Modularität, um sich an verschiedene industrielle Umgebungen anzupassen.
INDUFLEX stellt eine erhebliche Chance für das Konsortium und die Industrie dar. Durch die Erprobung und Validierung der Toolbox in realer industrieller Umgebung demonstriert das Projekt praktische Anwendungen und liefert wertvolle Erkenntnisse für alle Partner. Der angewandte Ansatz verbessert nicht nur die Resilienz und die Flexibilitäts-Kapazität des österreichischen Stromsystems, sondern eröffnet reale Geschäftsmöglichkeiten für die beteiligten Industrien in Österreich und darüber hinaus. Das Ziel der Klimaneutralität rückt damit wieder einen Schritt näher.